Getagged: Medien

Es gibt kein Recht auf eigene Fakten?!

Die ARD-Tagesschau-Webseite hat eine Seite „Faktenfinder“ eingerichtet. Dort findet man mit als erstes das hier als Überschrift benutzte Statement: „Kein Recht auf eigene Fakten„. Für Rumpelstilz heißt das im Klartext, man habe hinzunehmen, was uns die Öffentlich-Rechtlichen servieren. Hinsichtlich anderer Quellen will man uns verunsichern, auch mit Hilfe des „Faktenfinders“.

Was von all dem zu halten ist, hat der Blog „Ein Parteibauch“ sehr gut dargelegt. Bitte dort weiterlesen!

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Totalausfall: Mediengleichschaltung der Kriegstreiber

Gefunden in der „Neuen Rheinischen Zeitung“ vom 15.10.2016:

Bundesweite Friedensdemonstration am 8. Oktober 2016 in Berlin
Totalausfall: Mediengleichschaltung der Kriegstreiber
Von Ullrich F.J. Mies

Für alle Menschen, die den herrschenden Medien keinen Fingerbreit mehr über den Weg trauen, bot sich am Wochenende erneut ein eindrucksvoller Anschauungsunterricht: Etwa 150 Organisationen hatten zur großen Friedensdemonstration nach Berlin aufgerufen. Das Motto lautete „Die Waffen nieder“. Teilgenommen haben etwa 8.000 Menschen. Bis zum späten Samstagabend, den 08.10., sahen sich die Herrschaftsmedien außer Stande, über dieses Ereignis zu berichten: Totalausfall bei der ZEIT, SPIEGEL-online, FAZ, SZ, Focus, der 20.00 Uhr-Tagesschau. Auf der ganzen online-site der ARD fand sich zu dem Ereignis nichts: Pressefreiheit vom Feinsten. Die wichtige Demonstration hat für sie nicht stattgefunden. Sie wurde ignoriert, totgeschwiegen.

Unterschlagung durch Weglassen von Informationen ist Manipulation.  Ich nenne das die perfideste Form der Desinformation. Gegen Lügen, Verdrehungen und Falschmeldungen kann man sich vielleicht noch wehren, Verantwortliche gegebenenfalls wegen Verleumdung abmahnen oder verklagen. Die Kriegs- und Propaganda-Akteure in der NATO und ihrem Berliner Hauptquartier unter Merkel/Steinmeier hingegen sind da schon weiter. Sie greifen mit ihren Büchsenspannern in den Medien zum letzten Mittel, dem Verschweigen.

Dieses Weglassen ist abermals kein Zufall, denn es findet permanent statt. Politische Ereignisse wie Großdemonstrationen schaden der herrschenden Polit-Formation in Berlin. Darum sprechen sich politische Herrschafts-„Eliten“ und Medienmacher miteinander ab. Anders ist das schwarze Loch zur Friedensdemo in Berlin nicht zu verstehen.

Demgegenüber wird ein Sprengstoff-Fund auf allen Kanälen zum Großereignis des Tages hochgejubelt: Terrorverdacht. Ein Terrorverdächtiger ist flüchtig. Das ist die ständig wiederholte Nummer. Es bleibt dabei: Angstproduktion und Verunsicherung sind die zentralen Herrschaftsmittel.

…und so gibt es keinen Zweifel mehr: NATO-Kriegsestablishment, Bundesregierung und gleichgeschaltete Medien arbeiten Hand in Hand. Kriegstreiber und Organisatoren des totalen Informationskrieges sind eben die Feinde des Friedens und jeder Friedensbewegung.

Bedauerlicherweise müssen sich mündige Bürger heute wieder beim „Feind“ informieren, wenn sie z.B. etwas über Berliner Friedensdemonstrationen und vieles andere erfahren wollen, also wieder „Feindsender“ zu Rate ziehen. Und so waren es rt und sputniknews, die uns darüber in Kenntnis setzten, dass in Berlin eine große Friedensdemonstration stattfand.

Es ist einfach nur noch erbärmlich.

Es ist derart erbärmlich und widerlich, dass sich jeder Kommentar erübrigt. LÜGENPRESSE eben.

Immer wieder Griechenland

Der letzte Artikel („Erhebe Dich!“) enthält am Ende aktuelle Links zum Griechenlandthema. Weil die nicht in jedem Fall gefunden werden, denn das Video vom Weiterlesen hier auf dem rumpelstilzchenblog lenkt ab, gibt es die neuen Links hier auf diesem Eintrag.

Neu ab 7.8.2015: Damit beim Rumpelstilzchen auch andere Themen zu wort kommen können, gibt es ab sofort eine Seite „Griechenland“, auf der die ursprünglich hier eingestellten Links und Kurzkommentare zu finden sind. Danke für Euer Verständnis!

SYRIZA: vom „oxi“ zum „nai“

Es gibt sie noch, die ehrlichen, zum Nachdenken anregenden Beiträge. Man muss sie nur unter dem fast unendlichen Gehirnwäsche-Schmutz finden. Hier ist einer!
PS. Hast Du schon die Avaaz-Petition unterschrieben?

Die Wurfbude. Würfe und Entwürfe.

Unter der Überschrift „Vom Nein zum Ja“ hat Thomas Sablowski einen Text zur jüngsten Wendung der Regierung Tsipras / Kammenos in Griechenland veröffentlicht. Sablowski, der im Kontext der Rosa-Luxemburg-Stiftung arbeitet und häufig wirtschaftswissenschaftliche Texte im Rahmen des Blockupy-Bündnis schreibt, lässt hier erstmalig ein vorsichtiges Abrücken und so etwas wie Kritik von links an SYRIZA/ANEL erkennen. In der Tat hat die die griechische Regierung unter dem enormen Erpressungsdruck der Troika und vor allem Merkels/Schäubles aber auch Gabriels/Schulz‘ weitestgehende Zugeständnisse gemacht und in letzter Stunde praktisch kapituliert. Sablowski zeichnet zutreffend nach, daß damit das siegreiche Referendum gegen eine komplette Unterwerfung der griechischen Bevölkerung unter Maßnahmen, die in bester neoliberaler Tradition die Verschlechterung der Lebensbedingungen für die meisten Menschen des Landes als „Reformen“ verkaufen, ins Gegenteil verkehrt wurde.

Er versäumt es, die politische Perspektive dieser schweren Niederlage der griechischen und europäischen Linken mit zu benennen: Niederlagen dieser Größenordnung hinterlassen lange wirksame Spuren…

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Freie Medien in einem freien Land – und was dahinter steckt

Das „neue deutschland“ berichtet heute:

In den USA haben die europäische Aufrufe zum Nachdrucken der »Charlie Hebdo«-Karikaturen eine kontroverse Debatte ausgelöst. Führende Printmedien haben nicht nachgedruckt und den Inhalt der Karikaturen kritisiert. Die »New York Times« teilte mit, sie veröffentliche kein Material, das »bewusst gegen religiöse Sensibilitäten verstoßen will«. Für die »Washington Post« erklärte Chefredakteur Martin Baron, sein Blatt nehme Abstand von Material, das »demonstrativ, absichtlich oder unnötigerweise Mitglieder religiöser Gruppen beleidigt«.

… Gegner der Weiterverbreitung argumentierten, es gebe einen Unterschied zwischen dem Eintreten für Pressefreiheit und dem Verbreiten von Karikaturen. Der Zeichner Jacob Canfield erklärte, viele »Charlie Hebdo«-Karikaturen seien »unglaublich rassistisch« und wollten die »marginalisierte muslimische Einwanderergemeinschaft« provozieren.

Nach Ansicht des Journalisten Glenn Greenwald, der mit seinen Geheimdienstenthüllungen bekannt wurde, spricht gegen das Nachdrucken, dass die Karikaturen »beleidigend und bigott« seien. Eine Zeichnung habe sich über die afrikanischen Sex-Sklavinnen der Terrormiliz Boko Haram lustig gemacht. Wäre ein Rassist oder Antisemit wegen seiner Publikationen ermordet worden, gäbe es keine Aufrufe, »diesen Müll aus Solidarität mit der Redefreiheit zu publizieren«, schrieb Greenwald…

Soviel kluge Besonnenheit hätte man den US-Amerikanern gar nicht zugetraut. Aber das Verhalten der freiesten Presse im freiesten Land der Welt hat offenbar einen anderen Hintergrund, wie wir dank RTDeusch erfahren:

Zbigniew Brzezinski, ehemaliger Sicherheitsberater zahlreicher US-Regierungen seit 1966, mahnte im Interview mit dem US-Sender MSNBC, dass der Islam nicht zum Feind der Amerikaner werden dürfe. Stattdessen plädiert der ausgewiesene Kreml-Feind für eine umfassende Destabilisierungspolitik – wenn nötig mit allen Mitteln – im gesamten eurasischen Raum, um Russland zu schwächen.

Das Attentat auf das linke Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris kommentierend, erklärte der US-Geostratege Zbigniew Brzezinski, die Vereinigten Staaten müssen ihre Beziehungen zur islamischen Welt und den Muslimen unbedingt intakt halten. Anders als das zwanghaft nach Homogenität strebende Europa seien die USA schließlich eine multireligiöse Gesellschaft. Die beleidigenden als auch provozierenden anti-islamischen Karikaturen Charlie Hebdos hält der Politikwissenschaftler aus Kalkül für falsch.

Dabei unterstrich Brzezinski:

„Das Wichtigste, was wir machen müssen, ist es zu verhindern, dass wir der Feind Nummer 1 des Islams werden, also in den Augen der vielen Muslime in der Welt (…). Wir müssen die Meinungsfreiheit verteidigen und müssen es gleichzeitig unterlassen, provokativ und widerwärtig zu sein. Denn einige Arten von Humor, die sich beispielsweise in einigen Publikationen in Europa gegen den Propheten richteten, waren außerordentlich provokativ (…). Es ist nicht nötig, zutiefst beleidigende Sachen als Humor darzustellen.“

Ja, so ist das mit der freien Presse in einem freien Land.