Kategorie: Ernst und wichtig

Bargeld abschaffen

Da liest Rumpelstilzchen auf einem Kanal, den nur die wenigsten Bürger verfolgen dürften, folgendes.

Mit dem Thema Bargeld bzw. Bargeldverbot gehen die EU-Mitgliedsländer recht unterschiedlich um. Deshalb hat die EU-Kommission im Zeitraum vom 28. Februar bis 31. Mai dieses Jahres eine öffentliche Konsultation durchgeführt, die sich an die EU-Bürger, die nationalen Behörden, Experten und maßgebliche Wirtschaftsakteure richtete. Die Kommission wollte mit Blick auf ein mögliches Bargeldverbot als eine Maßnahme zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung, Wirtschaftskriminalität und Steuerflucht die Einstellung der Betroffenen dazu testen.

Eine öffentliche Konsultation, die sich an die EU-Bürger … richtete. Haben SIE davon etwas bemerkt? Rumpel hat’s verschlafen, obwohl es tagtäglich über die Internetseiten mehrere kritischer Zeitungen wandert. Und sogar die Newsletter der Beatrix von Storch zum Problemfeld Bargeldabschaffung bekommt. Wie öffentlich war denn dann die Öffentliche Konsultation?

Wie öffentlich ist eine Öffentliche Umfrage, die sich nur an ausgewählte Personen und Institutionen richtet? Für wie blöd halten die EU-Bürokraten eigentlich die EU-Bürger?

Jemand zeigt ein Verhalten…

Gefunden in der taz und hier unkommentiert zitiert. Oder meint wer, diese Art von praktiziertem „Recht“ bedarf noch eines Kommentars?

„Jemand zeigt ein Verhalten, dass vielleicht geeignet ist, den Verdacht zu erwecken, dass er vielleicht mit Betäubungsmitteln handelt“ ( Polizeisprecher Timo Zill, Hamburg).

Der Bereich um die Balduintreppe im Hamburger Stadtteil St. Pauli gilt seit April 2001 als „Gefahrengebiet Drogen“.

Das heißt: Die von der Polizei definierte Zielgruppe „potenzielle Drogendealer“ kann hier verdachtsunabhängig kontrolliert werden. Das gilt auch für potenzielle KonsumentInnen.

Im Mai 2015 stufte das Oberverwaltungsgericht Gefahrengebiete als verfassungswidrig ein. Seitdem arbeiten die Justiz- und die Innenbehörde an einer Gesetzesnovelle. Bis dahin wird das Gefahrengebiet weiter praktiziert.

Immer wieder liest Rumpel von einem „Unrechtsstaat“. Aber damit ist merkwürdiger Weise weder Hamburg im besonderen noch die Bundesrepublik Deutschland im allgemeinen gemeint…

Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Morgen sind Landtagswahlen in M-V.

Für noch immer Untentschlossene hier einige Links auf zwei andere Blogs:

  • Unter dem Stichwort „Gerechtigkeit“ findet sich eine kurze, aber deutliche Information zur Partei „Freie Wähler“ (bitte nicht verwechseln mit dem „Freien Horizont“!), die zum ersten Mal zur Landtagswahl antritt, aber schon in Kreistagen und Gemeindeparlamenten vertreten ist und dort wohl eine gute Arbeit leistet.
  • Unter der Überschrift „Hohlkörper“ widmet sich ein anderer Beitrag dem „Freien Horizont“. Muss man eigentlich nicht lesen, außer man hat sich von der recht populistischen Wahlwerbung etwas einfangen lassen.
  • Superweib“ gilt der Wahlwerbung der FDP-Spitzenkandidatin. Das ist schon atemberaubend, was die sich alles zutraut.
  • Müllverbrennung“ verweist auf eine andere Webseite, wo einige Parteienstatements zur rostocker bzw. generellen Müllverbrennung (als schlechte Alternative zum klugen Recycling) zu finden sind. Abgesehen mal davon, dass sich u.a. die Grünen zu diesem Thema ausschweigen, finden sich kluge Aussagen von der FDP und befremdlich oberflächlich-falsche bei den LINKEn. Das bietet Lesestoff weit über den Wahltag hinaus!

 

Muss man lesen!

Eine Beleidigung des Generalbundesanwaltes

Der Generalbundesanwalt ist eine Beleidigung für die Justiz

Warum? Das beschreibt Uli Gellermann in einem höchst lesenswerten Artikel, der zudem mit vielen köstlichen Kommentaren ergänzt wird.

Rumpelstilz schließt sich kompromisslos der Schlussfolgerung eines Kommentars an:

Für diesen Fall, wenn nämlich „andere Abhilfe nicht möglich ist“, gibt Artikel 20, Absatz 4 des Grundgesetzes „das Recht zum Widerstand“. Widerstand ist nicht Demonstrationen, die sind sowieso erlaubt, sondern Widerstand.

Das schlimme Umweltgift GLYPHOSAT

Den nachtstehenden Text hat Rumpel wortwörtlich von CAMPACT übernommen. Weil er so richtig ist. Weil das Thema so wichtig ist.

Die Uhr tickt

Jetzt geht es um alles: Die EU entscheidet Donnerstag über Glyphosat. Für uns heißt das: Nur noch 48 Stunden, um der Regierung zu zeigen, dass das gefährliche Ackergift vom Tisch muss. Es ist Ihre Unterschrift, auf die es ankommt. Bitte machen Sie mit!

Glyphosat sorgt für Krach in der Großen Koalition – für uns eine riesige Chance. Schon übermorgen stimmt die EU ab, ob das Monsanto-Gift wieder zugelassen wird. Die Entscheidung hängt an der gewichtigen Stimme Deutschlands. In den Streit zwischen Agrarminister Christian Schmidt (CSU; für Glyphosat) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD; gegen Glyphosat) hat sich Kanzlerin Merkel eingeschaltet.[1] Sie muss jetzt dafür sorgen, dass Deutschland mit Nein stimmt – oder sich zumindest enthält. Ohne die nötige Mehrheit stünde das Ackergift dann vor dem Aus.

Die Agrarlobby macht natürlich jetzt mobil. Gemeinsam müssen wir gegenhalten. Bis Donnerstag wollen wir eine halbe Million Unterschriften unter unserem Appell gegen Glyphosat zusammenbekommen. Damit senden wir ein dickes Ausrufezeichen an Merkel, dass die Bürgerinnen und Bürger jetzt ein Verbot des Pestizids erwarten.

Um 500.000 zu werden, fehlen uns noch rund 80.000 Unterschriften – und Ihre, Günter Hering. Bitte ändern Sie das und unterschreiben Sie jetzt schnell.

Seit gestern irritiert zudem eine Bewertung eines gemeinsamen Ausschusses der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).[2] Glyphosat sei nicht krebserregend, wenn es über die Nahrung aufgenommen wird. Doch die Arbeit dieses Gremiums steht seit Jahren in der Kritik. Es trifft seine Bewertungen völlig intransparent. Einzelne Mitglieder haben intensive Beziehungen zur Industrie.[3] Zum Beispiel der Ko-Vorsitzende Alan Boobis.[4] Er ist Vizepräsident des International Life Sciences Institute Europe – einer mehrheitlich von Monsanto und Co. finanzierten Einrichtung.[5]

Die Bewertung der unabhängigen Krebsforscher der WHO ist damit nicht aufgehoben. Sie kamen letztes Jahr zum Schluss, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Umweltministerin Hendricks hat deswegen am letzten Donnerstag den richtigen Schluss gezogen: „Vor dem Hintergrund nach wie vor bestehender Unsicherheiten über die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat werden die SPD-geführten Ressorts einer Verlängerung für die Zulassung von Glyphosat nicht zustimmen.“[6]

Auch jenseits des Krebsrisikos – es gibt viele andere Gründe, die für ein Verbot des Pestizids sprechen. Es entzieht Insekten und Vögeln die Lebensgrundlage und gefährdet die Artenvielfalt.[7] Es tötet sämtliche Wildkräuter auf Äckern – und löst bei ihnen Resistenzen aus. Die Folge: Immer größere Mengen des Unkrautvernichters werden versprüht. Das Gift wird in unser Grundwasser und unsere Flüsse gespült und lässt sich sogar in vielen Lebensmitteln nachweisen. Hierüber streitet die Wissenschaft nicht.

Markus Balser fasst es in der heutigen Süddeutschen Zeitung so zusammen: „Die Entscheidung über Glyphosat ist deshalb auch eine über zukünftige Produktionsmethoden in der Landwirtschaft. So wie vieles bisher läuft, sind die Grenzen des Verantwortbaren erreicht.“[8] Die Entscheidung über Glyphosat ist damit grundsätzlich: Entwickelt sich auf unseren Feldern eine Agrarindustrie – oder schlagen wir den Weg zu einer bäuerlichen, ökologischeren Landwirtschaft ein.

Auch darüber fällt übermorgen in Brüssel die Entscheidung. Das Zeichen der 500.000 Menschen unter unserem Appell soll sein: Deutschland sagt Nein zum Monsanto-Gift. Seien Sie dabei!

Mit herzlichen Grüßen

Gerald Neubauer, Campaigner
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Wer übers Land fährt, kann an vielen Stellen sehen, was Glyphosat anrichtet. Auf 40 Prozent der Felder wird es in großen Mengen versprüht. Zurück bleiben Äcker, auf denen nichts mehr lebt.

[1]  http://de.reuters.com/article/deutschlandgl-idDEKCN0Y4129
[2]  http://www.who.int/foodsafety/jmprsummary2016.pdf?ua=1
[3]  http://www.greenpeace.org/eu-unit/en/News/2016/Industry-ties-JMPR-glyphosate/
[4]  http://www.who.int/foodsafety/areas_work/chemical-risks/JMPR_2016_ListOfExperts.pdf?ua=1
[5] http://www.ilsi.org/Europe/Pages/Board-of-Directors.aspx
[6]  http://de.reuters.com/article/eu-deutschland-glyphosat-idDEKCN0Y3114
[7]  https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/glyphosat
[8] http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glyphosat-volte-in-letzter-minute-1.2995129

Nach Selbstmord Tabletten absetzen!

Meine Ärztin hat mir ein Antibiotikum verordnet. Wegen sehr häufigen, sehr intensiven Blasenkrämpfen. Als ich aber den Beipackzettel las, wurde ich nachdenklich. Und als sich mein Befinden nach der Einnahme der ersten zwei Tabletten deutlich verschlechterte, setzte ich das Medikament flugstens ab.

Beipackzettel dienen ja u.a. auch der juristischen Absicherung des Herstellers und können daher auch übertreiben. Aber beim Medikament Ciprofloxacin ARISTO liegt wohl kaum eine Übertreibung vor, eher ein sehr trockener Humor des Herstellers. Dieser „Humor“ wird besonders deutlich an folgender Textstelle:

[Es]  kann eine Depression oder Psychose zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder einem vollendeten Selbstmord führen. Wenn dies passiert, beenden Sie die Einnahme von Ciprofloxacin und wenden sich sofort an Ihren Arzt. (Hervorhebung vom Rumpelstilz)

Nebenwirkungen, erfahren wir weiterhin im Beipackzettel, „werden bei 5 bis 14% der Patienten beobachtet, die mit Ciprofloxacin behandelt werden“. Rumpelstilzchen verzichtet im Nachfolgenden auf die Häufigkeitsstatistik, denn wer weiß schon, ob er im Lotto gewinnt oder unter den medikamentengeschädigten Loosern ist. Also es können folgende Nebenwirkungen  auftreten (nachstehender Text ist original vom Beipackzettel!):

  • Schwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische/r Reaktion/Schock, Angioödem). Schon bei der ersten Einnahme besteht eine geringe Gefahr, dass Sie eine schwere allergische Reaktion erleiden, die sich in folgenden Symptomen äußern kann: Engegefühl in der Brust, Gefühl von Schwindel, Übelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim Aufstehen.
  • Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und Sehnenentzündungen
  • psychiatrische Reaktionen nach der ersten Einnahme
  • Nervenschädigung wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Benommenheit und/oder Schwäche
  • Durchfälle auftreten. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enthält, beenden Sie die Einnahme von Ciprofloxacin Aristo® 500 mg Filmtabletten sofort, da dies lebensbedrohlich sein kann.
  • Leberschäden…  Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen wie Appetitverlust, Gelbsucht (gelb werden der Haut), dunkler Urin, Juckreiz oder schmerzempfindlicher Bauch
  • Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen … Ihre Widerstandskraft gegen Infektionen kann vermindert werden
  • Superinfektionen mit Pilzen
  • Appetitverlust (Anorexie)
  • Überaktivität oder Unruhe
  • Kopfschmerz, Benommenheit, Schlaf- oder Geschmacksstörungen
  • Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen wie Magenverstimmung (Völlegefühl / Sodbrennen) oder Blähungen
  • Anstieg bestimmter Substanzen im Blut (Transaminasen, alkalischen Phosphatasen und/oder Bilirubin)
  • Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht
  • Gelenkschmerzen bei Erwachsenen
  • Muskel- und Knochenschmerzen,
  • allgemeines Unwohlsein (Kraftlosigkeit) oder Fieber
  • Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie, Leukozytose, Neutropenie, Anämie),
  • Verminderung oder Erhöhung eines Blutgerinnungsfaktors (Thrombozyten)
  • Allergische Reaktion, Schwellung (Ödem) oder rasches Anschwellen von Haut und Schleimhäuten (Angioödem)
  • Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie)
  • Verwirrtheit, Desorientiertheit, Angstzustände, Albträume, Depressionen oder Halluzinationen
  • Kribbeln, ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize, herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut, Zittern, Krampfanfälle oder Schwindel
  • Atemnot, einschließlich asthmatischer Symptome- Muskelschmerzen, Gelenkentzündung, gesteigerte Muskelspannung oder Krämpfe
  • Sehstörungen
  • Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Hörverlust oder vermindertes Hörvermögen
  • Herzjagen (Tachykardie)
  • Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), niedriger Blutdruck oder Ohnmacht
  • Schleimhautentzündung des Dickdarms (Kolitis) (sehr selten mit tödlichem Ausgang)
  • Leberfunktionsstörung, Gelbsucht (Gallestauung) oder Leberentzündung
  • Nierenversagen,

 

Die Substanz wurde 1981 von der Firma Bayer entwickelt und 1983 patentiert.

Coordination gegen BAYER-Gefahren
http://www.cbgnetwork.org/1.html
Wenn Ihr oben ins Suchfeld Ciprofloxacin eingebt, dann seht Ihr verschiedene Artikel zu dem Thema

Das Tückische bleiben die “Retardfolgen” von Cipro, die schlimmsten Zeiten hatte ich 4 Monate nach der Ersteinnahme!

Noch Fragen? Mich wundert NICHTS mehr.

Einige interessante Kommentar auf dem vorstehend zitierten Blog:

Carola, 5.7.14: Was Ihr aber alle machen solltet, geht zu dem Arzt, der Euch das Teufelszeug verschrieben hat und füllt mit ihm einen Bericht über unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus. Der geht dann an die Arzneimittelkommission der deutsche Ärzteschaft. Gestern kam die Antwort und war fassungslos über den 10 seitigen Bericht bzw. Fachinformation, was das Zeug alles anrichten kann.
Habe auch schon überlegt, ob mal bei Akte 2014 anzuklopfen und wenn wir alle an einem Strang ziehen, muss es doch endlich klappen damit die Öffentlichkeit endlich aufgeklärt und das die Ärzteschaft aufgerüttelt wird. Es geht tagtäglich immer noch zu oft über den Apotheken Tisch. Mein Ziel…das Zeug muss verboten werden.

Mark 6.7.14: Das Problem ist für mich persönlich nicht das Ciprofloxacin oder Bayer sondern die Ärzte.
Diese sind es auch die verklagt werden sollten.

Mark 17.7.14: Zeig deinen Arzt an entweder selber oder über die Patientenanwaltschaft, wenn er es dir ohne Indikation und vor allem ohne genaue Aufklärung über die Nebenwirkungen verschrieben hat.
ALLE SOLLTEN DAS MACHEN.

Letzteres über die Patientenanwaltschaft verursacht keine Kosten für dich und egal ob gewonnen oder verloren, gibt es genug geklagte Ärzte gibt es automatisch weniger verschriebenes Cirpofloxacin.

Die Langzeitfolgen sind offenbar das Allerschlimmste für viele Betroffene. Und offenbar sind es viele:

cipro

Ganz aktuell: Die Pharmaindustrie hat zugeschlagen!

Auf der oben schon zitierten Webseite https://ciprohilfe.wordpress.com wurde in einem Diskussionsbeitrag vom 2.11.2015 auf folgende Wikipediaseite hingewiesen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fluorchinolon-Assoziierte-Behinderung_(FAB)

Aber schon am gleichen Tag ist in einem anderen Kommentar zu erfahren:

die deutsche version ist von der pharma Industrie zur löschung vorgeschlagen worden, hier die englische versionhttps://en.m.wikipedia.org/wiki/Fluoroquinolone-associated_disability

Zwischenzeitlich ist die Seite unwiderruflich gelöscht Das Löschlogbuch von Wikipedia verrät:

10:52, 9. Nov. 2015 Wahldresdner(Diskussion | Beiträge) löschte Seite Fluorchinolon-Assoziierte-Behinderung (FAB)(Weiterleitung auf gelöschte oder nicht existierende Seite)

Dieser „Wahldresdener“ gibt sich auf seinr persönlichen Wikipediaseite ganz harmlos, ist aber zugleich Administrator in der  deutschsprachige Wikipedia.

Einen Grund für die Löschung nennt Wikipedia nicht. Das ist ein Beispiel dafür, dass Wikipedia nicht nur bei politischen Themen (wie schon lange behauptet und auch an konkreten Beispielen nachgewiesen), sondern auch naturwissenschaftlich-medizinischen Bereich manipuliert wird.

Noch gibt es die deutsche Wikipediaseite „Fluorchinolone„, die auch einiges über die wirklich schlimmen Arnzeimittel dieser Gruppe verrät. Am besten aufrufen und auf der eigenen Festplatte abspeichern, bevor auch dieser Beitrag gelöscht wird!

 

Griechenland hat kein Geld? Also muss Griechenland zahlen!

Im „Europaticker“ ist heute zu lesen:

Verspätete Durchführung der Richtlinie über die Behandlung kommunaler Abwässer
Finanzielle Sanktionen gegen Griechenland wegen Umweltverschmutzung

Der EuGH hat entschieden, dass gegen Griechenland wegen verspäteter Durchführung der Richtlinie über die Behandlung kommunaler Abwässer finanzielle Sanktionen zu verhängen sind. Die Richtlinien 91/271/EWG (ABl. L 135, 40) bezweckt, die Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen von kommunalem Abwasser (häusliches und industrielles Abwasser) zu schützen. Nach dieser Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten insbesondere dafür Sorge tragen, dass alle Gemeinden mit mehr als 15.000 Einwohnerwerten (EW) bis zum 31.12.2000 mit einer Kanalisation ausgestattet werden. (Der Begriff „Einwohnerwert“ ist eine Einheit, die der Verschmutzung entspricht, die ein Einwohner durchschnittlich pro Tag produziert.) Diese Gemeinden müssen das Abwasser außerdem vor dem Einleiten in Gewässer einer Behandlung unterziehen.

Da die Kommission der Ansicht war, dass 30 griechische Gemeinden mit mehr als 15.000 EW weder mit einer Kanalisation noch mit einem Behandlungssystem ausgestattet waren, erhob sie 2006 eine Vertragsverletzungsklage gegen Griechenland beim EuGH. Dieser stellte mit Urteil vom 25.10.2007 (C-440/06) fest, dass Griechenland gegen seine Verpflichtungen verstoßen hatte, weil 23 Gemeinden noch nicht mit Kanalisationen und/oder mit Systemen zur Behandlung von kommunalem Abwasser ausgestattet waren.

2014 beschloss die Kommission, da Griechenland ihrer Auffassung nach das Urteil von 2007 in sechs der 23 betroffenen Gemeinden (nämlich in den Gemeinden Lefkimmi, Markopoulo, Koropi, Nea Makri, Rafina und Artemida) noch immer nicht durchgeführt hatte, eine neue Vertragsverletzungsklage gegen Griechenland zu erheben. In diesem Rahmen hat die Kommission beantragt, Griechenland dazu zu verurteilen, ihr ein Zwangsgeld i.H.v. 47.462,40 Euro für jeden Tag der Verspätung bei der Durchführung des Urteils von 2007 sowie einen Pauschalbetrag von 5.191,20 Euro pro Tag vom Tag der Verkündung des Urteils von 2007 bis zum Tag seiner vollständigen Durchführung zu zahlen.

Der EuGH hat Griechenland wegen verspäteter Durchführung der Richtlinie über die Behandlung kommunaler Abwässer zu einem Pauschalbetrag von 10 Mio. Euro und einem Zwangsgeld von 3,64 Mio. Euro pro Halbjahr des Verzugs verurteilt.

Nach Auffassung des EuGH hat Griechenland gegen seine Verpflichtung zur Durchführung des Urteils von 2007 verstoßen, da die sechs streitigen Gemeinden bei Ablauf der von der Kommission für die Durchführung dieses Urteils gesetzten Frist (25.04.2011) noch immer nicht mit Kanalisationen bzw. mit Systemen zur Behandlung von kommunalem Abwasser ausgestattet waren. Um die vollständige Durchführung des Urteils von 2007 sicherzustellen, hat der EuGH entschieden, finanzielle Sanktionen in Form eines Zwangsgelds und eines Pauschalbetrags zu verhängen.

Aufgrund der fehlenden oder unzureichenden Kanalisationen oder Systemen zur Behandlung von kommunalem Abwasser könne es zu Umweltschäden kommen, was als besonders schwerwiegend anzusehen sei. Als mildernden Umstand sei allerdings angesehen, dass die Umweltbeeinträchtigung in Anbetracht der relativ geringen Zahl der noch nicht ausgestatteten Gemeinden geringer ist als sie 2007 festgestellt worden war. Der EuGH hat auch die von Griechenland unternommenen und von der Kommission anerkannten Anstrengungen berücksichtigt.

Zur Berechnung des Zwangsgelds sei festzustellen, dass die Dauer der Griechenland zur Last gelegten Vertragsverletzung – nahezu acht Jahre seit dem Tag der Verkündung des Urteils von 2007 – erheblich sei. Schließlich berücksichtigt der EuGH die Verringerung der Zahlungsfähigkeit Griechenlands, dessen Bruttoinlandsprodukt seitdem nämlich zurückgegangen sei. Aus all diesen Gründen sei es angemessen, gegen Griechenland von heute an ein abnehmendes Zwangsgeld i.H.v. 20.000 Euro pro Tag, d.h. 3,64 Mio. Euro pro Halbjahr des Verzugs, zu verhängen, wobei die tatsächliche Höhe des Zwangsgelds alle sechs Monate, jeweils unter Berücksichtigung des mit dem Urteil von 2007 in Einklang gebrachten Einwohnerwerts, zu berechnen sei.

Was den Pauschalbetrag betrifft, mit dem eine wirksame Vorbeugung gegen eine zukünftige Wiederholung entsprechender Verstöße gegen das Unionsrecht gewährleistet werden soll, so hält der EuGH es aus Gründen, die im Wesentlichen denen entsprechen, die zur Verhängung des Zwangsgelds geführt haben, für angemessen, Griechenland zur Zahlung eines Betrags von 10 Mio. Euro zu verpflichten.

erschienen am: 2015-10-18 im europaticker

Nein, dass muss man nicht kommentieren!