Das hohe Gut der Sommerbräune

Im „Städtischen Anzeiger“, dem „Amts- und Mitteilungsblagtt der Hansestadt Rostock“, lese ich zur Flüchtlingsproblematik gleich auf der ersten Seite der aktuellen Ausgabe vom 28.10.2015 folgendes:

… Die meisten Flüchtlinge erleben die Hansestadt nur auf der Durchreise in Richtung Skandinavien. Jene, die bleiben wollen und können, tauchen ein in eine europäische Welt, in der Verlässlichkeit und Sonnenbräune hohes Gut sind…

Jetzt haben wir es amtlich. Zumindest in der Stadtverwaltung Rostock sind Verlässlichkeit und Sonnenbräune ein hohes Gut. Was die Verlässlichkeit angeht, die wird von der Immobilien- und Baubranche sehr geschätzt und von den Theaterbesuchern eher verflucht. Aber dass für die städtischen Mitarbeiter Sonnenbräune gleich an zweiter Stelle steht, sollte den Rostocker zu denken geben. Vielleicht wäre es sinnvoller, Entlassungen zugunsten von noch mehr Sonnenbräune eher im Verwaltungs- als im Theaterbereich vorzunehmen?

 

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