Stoppt die Kohlenstoffbombe „Keystone“

AVAAZ informiert:

Liebe Freundinnen und Freunde,

momentan entscheiden die USA über die Genehmigung einer monströsen Pipeline, die verheerende Mengen Kohlendioxid aus Kanadas Teersanden freisetzen würde. Das Außenministerium der USA befragt vor der Entscheidung die Öffentlichkeit und Insider sagen, dass ein Grund gesucht wird, dem Druck der Industrie zu trotzen. Helfen wir mit einer Flut von Kommentaren, um deutlich zu machen, dass diese CO2-Bombe abgelehnt werden soll — uns bleiben nur wenige Tage!

Die US-Regierung steht kurz vor der klimapolitischen Entscheidung, die Obamas Präsidentschaft prägen wird: die Genehmigung einer Monster-Pipeline, die täglich bis zu 830.000 Barrel des umweltschädlichsten Öls der Welt von Kanada durch die USA transportieren würde.

Wenn sie genehmigt wird, würde die Keystone XL Pipeline dazu beitragen, Milliarden Dollar in die Taschen einzelner Konzerne zu schleusen… und tonnenweise CO2 in die Atmosphäre zu pumpen. Sie wurde bereits als “Zündschnur der weltgrößten CO2-Bombe” bezeichnet. Druck aus der Bevölkerung hat das Projekt schon einmal verzögert und ein Gerichtsentscheid hat ihm letzte Woche einen starken Dämpfer versetzt. Wenn wir jetzt handeln, können w ir das Projekt ein für alle mal abwenden.

Der Außenminister ist für die US-amerikanischen Außenbeziehungen verantwortlich und hat eine letzte öffentliche Befragungsrunde gestartet. Er weiß, dass diese Entscheidung der Prüfstein für den amerikanischen Klimaschutz ist. Machen wir sie zu einem globalen Volksentscheid mit Millionen Stimmen aus aller Welt, um ihn aufzufordern, die Pipeline abzulehnen und eine Führungsrolle im Klimaschutz einzunehmen. Die Befragung endet in wenigen Tagen — machen Sie hier mit:

http://www.avaaz.org/de/stop_the_keystone_xl_pipeline_loc_eu/?bGDQcbb&v=36689

Der Druck der Ölindustrie ist bereits gigantisch — sie hat Anzeigen in der Washingtoner U-Bahn platziert, mit der Politiker zur Arbeit fahren. Bei einer Million Unterzeichner wird Avaaz in Washingt on zurückschlagen und Anzeigen direkt neben denen der Ölindustrie schalten, damit Außenminister Kerry und seine Angestellten zuerst von den Bürgern hören.

Werbeanzeigen der Ölindustrie sind nur die Spitze des Eisbergs. Wir wissen, dass die USA unter dem Druck der Industrielobby stehen, die an der Pipeline erheblich verdienen wird — allerdings auf Kosten unserer Zukunft. Öl aus Teersandvorkommen zählt zu den umweltschädlichsten fossilen Brennstoffen, die je zusammengebraut wurden — sie setzen drei- bis viermal soviel Klimagas frei wie normales Benzin.

Letztes Jahr hat Obama gesagt, er würde Keystone nur bewilligen, wenn bewiesen werden kann, dass dies im nationalen Interesse der USA ist und die Klimakrise für zukünftige Generationen nicht verschärft. Außenminister Kerry hat den Klimawandel zu einer seiner Prioritäten gemacht und möchte eine Führungsrolle auf der Weltbühne ein nehmen — deshalb wird ihm die öffentliche Meinung wichtig sein. Verfechter der Pipeline argumentieren mit Arbeitsplätzen und der stärkeren Unabhängigkeit von Ölstaaten. Doch Obama weiß, dass die Arbeitsplätze in Wirklichkeit im Sektor der erneuerbaren Energien stecken und dass der Klimawandel die womöglich größte Sicherheitsbedrohung für die USA und den Rest der Welt ist.

Wir sind auf Erfolgskurs. Vor drei Jahren war diese Pipeline selbstverständlich. Doch dann sind die Bürger aktiv geworden — bei dem größten Fall zivilen Ungehorsams in den USA wurden Tausende verhaftet und Obama lehnte den ursprünglichen Vorschlag ab. Helfen wir jetzt, indem wir die meisten weltweiten Kommentare aller Zeiten zusammenkriegen, die je in eine Entscheidung der US-Regierung eingeflossen sind. So können wir Außenminister Kerry und Präsident Obama den nötigen Rückenwind geben, um die CO2-Bombe namens Keystone zu stoppen:
< br>http://www.avaaz.org/de/stop_the_keystone_xl_pipeline_loc_eu/?bGDQcbb&v=36689

Egal wo wir uns auf der Welt befinden — sei es im kanadischen Alberta, wo die Pipeline startet, in Großbritannien, wo man sich immer noch von den Folgen der Fluten erholt, in Australien, wo es diesen Sommer Rekord-Waldbrände gab oder in anderen Ländern, in denen extreme Wetterbedingungen ihren Tribut fordern — wir leiden alle unter den Folgen des Klimawandels. Wenn wir heute zusammenhalten, können wir Teil einer Erfolgsgeschichte sein, durch die diese wahnsinnige Pipeline gestoppt wird und eine starke Klimaschutzbewegung entsteht.

Voller Hoffnung,

Pascal, David, Luis, Antonia, Emma, Patri, Wen, Ricken und der Rest des Avaaz-Teams.

QUELLEN:

Umstrittenes US-Projekt: Riesen-Pipeline nimmt wichtige Hürde (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/keystone-pipeline-durch-die-usa-nimmt-wichtige-huerde-a-950507.html

Das Öl kommt, so oder so (Taz)
http://www.taz.de/!132142/

„4 Tonnen Ölsand für 1 Barrel Öl“ (Focus)
http://www.focus.de/wissen/klima/tid-25135/klimawandel-forscher-warnen-vor-den-folgen-der-oelsand-fo&#8230;

Druck auf Kerry vor Keystone-Entsc heidung (Washington Post) (Englisch):
http://www.washingtonpost.com/national/health-science/pressure-is-on-kerry-as-keystone-pipeline-deci&#8230;

Kampf um die Pipeline bewegt Umweltschützer (New York Times) (Englisch):
http://www.nytimes.com/2014/01/25/us/keystone-xl-pipeline-fight-lifts-environmental-movement.html

10 Gründe gegen die Keystone-XL-Pipeline (The Huffington Post) (Englisch):
http://www.huffingtonpost.com/rose-ann-demoro/10-reasons-to-oppose-the-_1_b_4791713.html

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2 Kommentare

  1. Richard Rußwurm

    In der Ankündigung eines Vortrages finde ich den nachstehend zitierten Text, den ich für sehr bemerkenswert halte:

    Die Erde gehört uns nicht. Zur Geschichte eines Irrtums. Theologische Aspekte der
    Klimagerechtigkeit
    mit Altbischöfin Bärbel Wartenberg-Potter
    St. Nikolai-Kirche, Wismar, 28.3.14, 20:00 Uhr

    Sollen wir uns wirklich „die Erde untertan machen“? Im 21. Jahrhundert stehen wir vor den
    Folgen dieses Denkens: Umweltkatastrophen und Ausrottung der Arten, Nuklearunfälle und Glauben
    an das „Wachstum“.
    Wie kommen wir zu einer Mäßigung unseres Verhaltens?
    Es gibt ein grundsätzliches Missverständnis: Die Erde gehört uns nicht.
    Wie können wir dem Leben heute dienen?
    Sind die biblischen Texte noch brauchbar?
    Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts erfordern einen grundsätzlichen Wandel des
    Denkens, Glaubens und des Lebensstils.
    Das wäre die Reformation im 21. Jahrhundert,
    meint Altbischöfin Bärbel Wartenberg-Potter,

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